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SIPconnect 1.1 und der Umzug zum SIP-Trunk

Mein Kunde besitzt ein System von Avaya und war damit nicht mehr zufrieden. Ich habe ihm die Systeme von Auerswald empfohlen und das aus einem bestimmten Grund. Die Telefonanlagen von Auerswald unterstützen SIPconnect 1.1 und sind für den SIP-Trunk von QSC zertifiziert. Warum ist das wichtig? Ich wollte das Auerswald System parallel aufbauen. Beim Kunden sollten noch einige Arbeitsplätze auf Avaya-Geräten laufen, die andere Arbeitsplätze sollten Auerswald Produkte verwenden. Das Leistungsmerkmal Clip no Screening war an dieser Stelle wichtig. Über dieses Merkmal kann auf der entsprechenden Leitung eine vom Kunden selbst definierte Nummer angezeigt werden. Der Provider überprüft diese Nummer nicht auf Richtigkeit. 

Ich habe die Telefonanlage an den SIP-Trunk von QSC angemeldet und der Kunde kann das Leistungsmerkmal Clip no Screening nutzen. Die bisherigen Rufnummern werden also am Zieltelefon angezeigt. Kunde zufrieden, Händler zufrieden. 

Kurz etwas zum Hintergrund: 

SIP (Session Initiation Protocol) ist ein Signalisierungsprotokoll, dass dafür sorgt, dass per Internet-Protokoll Sprachverbindungen zu einem Telefonprovider aufgebaut werden können. Damit dies auch für IP-Telefonanlagen funktioniert, wurde das international genormte Protokoll SIPconnect 1.1 als Standard anerkannt. Der Hintergrund ist ganz einfach: Einzelne VoIP-Endgeräte können nur funktionieren, wenn man jedes Gerät beim Server des Providers mit einem Namen und Passwort registriert. Jetzt gehen wir aber mal einen Schritt weiter und stellen uns die Frage, was passiert, wenn es sich um eine Telefonanlage mit unzähligen Nebenstellen handelt? – Die Registrierung würde viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen. 
Das SIPConnect 1.1-Protokoll bietet daher verschiedene Möglichkeiten sich an den SIP-Trunk anzumelden. Für kleine bis mittlere Anlagen empfiehlt sich der „Registrierungs-Modus“. Dabei kann die Registrierung des SIP-Trunks mit Namen und Passwort ablaufen. Größere Anlagen  benötigen oftmals eine „Fix-IP-Authentizierung“. Bei dieser Möglichkeit authentifiziert sich die Anlage mit einer fixen, öffentlichen IP-Adresse, die der Kunde von seinem Provider erhalten hat.