Kupferdraht

Hybrid-Anschluss mit der DTAG lief unzuverlässig

Ein Geschäftskunde, in dem Fall eine Apotheke wurde mit einem neuen DSL-Anschluss ausgestattet bzw. der alte ISDN-Anschluss aufgrund der VOIP-Umstellung migriert (Umstellung von ISDN auf IP). Da der Kunde zu weit von der Vermittlungsstelle entfernt sitzt (3,5 km vom DSLAM entfernt bei einem Querschnitt der Kupferader von 0,4 mm2) und max. nur 2 MB ankommen, hat die Telekom zusätzlich den Internet-Traffic über das LTE-Netz geschaltet.

In der Theorie sieht das folgendermaßen aus: über das Festnetz-DSL soll die VOIP-Telefonie stattfinden, und über die leistungsstärkere LTE-Leitung der Internet-Traffic (Surfen, Video-Dienste im Internet) des Kunden. Der von der Telekom bereitgestellte Router kann auch beide DSL-Arten realisieren. Aufgrund der großen Leitungslänge und des geringen Querschnitts der Kupferader hat der Telekom-Router sporadisch nicht aufsynchronisiert, d.h. statt der 2 MB sind beim Kunden nur 1,8-1,9 MB erreicht worden. Was zur Folge hatte, das der Router nicht ordnungsgemäß funktioniert. Denn bei diesem Hybrid-Anschluss benötigt der Router mindestens 2 MB, um am DSLAM aufzusynchronisieren. Somit war einen schlechte bis gar keine VOIP-Telefonie möglich. Über einen Netzwerkport des Routers wurde eine COMpact 3000 VOIP als kleine Telefonzentrale genutzt, die jedoch aufgrund der zu geringen Bandbreite (siehe oben) nicht stabil lief bzw. die VOIP-Gespräche immer wieder abbrachen. Laut der Telekom hätte der Kunde gar nicht diesen Tarif erhalten sollen (zu große Entfernung vom DSLAM und zu geringer Querschnitt).

Erst vor Ort konnte der Netzbetreiber durch einen ausgebildeten Service-Techniker dem Geschäftskunden helfen. Es müssen neue Leitungen mit einem größeren Querschnitt installiert werden. Dann funktioniert auch der Anschluss problemlos. Es liegt nicht immer an der Hardware, sondern auch im Einzelfall an der gelieferten Leitung vom Provider.