DSL 2000 Anschluss Telekom

DSL 2000 Anschluss der Telekom

Ich habe neue Erkenntnisse bei der Umstellung, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass alle Telekom Kunden mit (mindestens) einen DSL 2000 Anschluss und verfügbares LTE bei der Umstellung auf Voice over IP einen Telekom Speedport Hybrid Router bekamen. Soweit so gut. Mein letzter Kunde jedoch hatte zwar auch einen DSL 2000 Anschluss aber es war in seiner Region kein LTE verfügbar. Die Telekom stellte ihn trotzdem auf IP um. Wie erwartet, konnte nach der Umstellung der DSL-Anschluss nicht mehr mit dem Profil „DSL 2000 RAM“ betrieben werden. Der Kunde bekam einen „symmetrischen DSL 384“ und alles lief reibungslos. 

 

Kupferdraht

Hybrid-Anschluss mit der DTAG lief unzuverlässig

Ein Geschäftskunde, in dem Fall eine Apotheke wurde mit einem neuen DSL-Anschluss ausgestattet bzw. der alte ISDN-Anschluss aufgrund der VOIP-Umstellung migriert (Umstellung von ISDN auf IP). Da der Kunde zu weit von der Vermittlungsstelle entfernt sitzt (3,5 km vom DSLAM entfernt bei einem Querschnitt der Kupferader von 0,4 mm2) und max. nur 2 MB ankommen, hat die Telekom zusätzlich den Internet-Traffic über das LTE-Netz geschaltet.

In der Theorie sieht das folgendermaßen aus: über das Festnetz-DSL soll die VOIP-Telefonie stattfinden, und über die leistungsstärkere LTE-Leitung der Internet-Traffic (Surfen, Video-Dienste im Internet) des Kunden. Der von der Telekom bereitgestellte Router kann auch beide DSL-Arten realisieren. Aufgrund der großen Leitungslänge und des geringen Querschnitts der Kupferader hat der Telekom-Router sporadisch nicht aufsynchronisiert, d.h. statt der 2 MB sind beim Kunden nur 1,8-1,9 MB erreicht worden. Was zur Folge hatte, das der Router nicht ordnungsgemäß funktioniert. Denn bei diesem Hybrid-Anschluss benötigt der Router mindestens 2 MB, um am DSLAM aufzusynchronisieren. Somit war einen schlechte bis gar keine VOIP-Telefonie möglich. Über einen Netzwerkport des Routers wurde eine COMpact 3000 VOIP als kleine Telefonzentrale genutzt, die jedoch aufgrund der zu geringen Bandbreite (siehe oben) nicht stabil lief bzw. die VOIP-Gespräche immer wieder abbrachen. Laut der Telekom hätte der Kunde gar nicht diesen Tarif erhalten sollen (zu große Entfernung vom DSLAM und zu geringer Querschnitt).

Erst vor Ort konnte der Netzbetreiber durch einen ausgebildeten Service-Techniker dem Geschäftskunden helfen. Es müssen neue Leitungen mit einem größeren Querschnitt installiert werden. Dann funktioniert auch der Anschluss problemlos. Es liegt nicht immer an der Hardware, sondern auch im Einzelfall an der gelieferten Leitung vom Provider.